Sie sind hier:

Geschichte

„Der Unterricht im Fach Geschichte soll Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Ereignisse, Strukturen und Prozesse der Vergangenheit in ihrem historischen Kontext und in ihrer Bedeutung für die Gegenwart zu untersuchen, zu verstehen und zu beurteilen. Auf diesem Hintergrund leistet das Fach Geschichte einen besonderen Beitrag zur vertieften Allgemeinbildung … und Studierfähigkeit.“ (Rahmenplan Geschichte, Bremen 2000, S. 17)
Inhalt

Die Kursfolge ist in Grund- und Leistungskursen etwa gleich. Im Leistungskurs werden die Themen intensiver und auf einer inhaltlich umfangreicheren Basis erarbeitet.

Es gibt (anders als in der Sekundarstufe I) keinen lückenlosen chronologischen Durchgang von der Antike bis zur Gegenwart, stattdessen werden Schwerpunktthemen aus unterschiedlichen Epochen ausgewählt. Die behandelten Themen sollen relevant für die Gegenwart sein.

Eine beispielhafte Kurssequenz (unter Berücksichtigung der zentralen Abituraufgaben):
11.1
Einführungskurs:
Methoden der Geschichtswissenschaft als Schwerpunkt

Folgende inhaltliche Themen sind vorstellbar:

Entstehung der modernen Welt
Europa im Umbruch

11.2
Wirtschaftliche Entwicklung im Spannungsfeld von Natur und Gesellschaft
12.1
Zwischen alter und moderner Welt: Revolutionen, Industrialisierung, Expansion
12.2
Die Zerstörung der Demokratie durch den Totalitarismus: Nationalsozialismus und Faschismus 1933 bis 1945
13.1
Der Aufbau der modernen Welt nach 1945
13.2
Herausforderungen der Moderne: Gegenwartsprobleme in historischer Perspektive
Fachmethoden

Grundlegende Kategorien der Geschichte sind u. a. Zeit, Raum, Wandel und Veränderung oder Kontinuität. Die Berücksichtigung dieser strukturbildenden Elemente erfordert die Anwendung unterschiedlicher Unterrichtsverfahren. Durch die damit verbundene verschiedenartige Herangehensweise wird der Unterricht im Fach Geschichte nicht nur abwechslungsreich, sondern er erhellt ein historisches Problem aus unterschiedlichen Positionen und konfrontiert die Schülerinnen und Schüler mit wichtigen Arbeits- und Denkweisen des Historikers.

Die genetische Untersuchung:
Bei diesem Verfahren steht der prozesshafte Charakter der Geschichte im Vordergrund. Ausgehend von einem (möglichst aktuellen) Problem werden dessen Entstehungsbedingungen und Faktoren in ihrer Vielfalt und Verflechtung aufgezeigt.
Die diachrone Untersuchung:
In einem Längsschnitt wird ein Thema oder eine Problemstellung epochenübergreifend untersucht. Kontinuitäten oder Brüche in der historischen Problematik werden herausgearbeitet.
Die synchrone Untersuchung:
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht eine Epoche oder ein bestimmtes Zeitalter. Ziel ist es, ein möglichst umfassendes Bild eines Zeitraums und der zeitgleichen Ereignisse zu erarbeiten.
Die Falluntersuchung:
Hier konzentriert sich die Betrachtung auf einen zeitlich und räumlich eng begrenzten Ausschnitt aus der Geschichte, um grundlegende historische Probleme oder Ereignisse exemplarisch zu verdeutlichen.